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25.02.2010, 19:51

Ski alpin, Riesenslalom Damen - Maze 2., Görgl 3.

Überraschungsgold für Rebensburg!

Mit einem fulminanten 2. Durchgang schaffte Viktoria Rebensburg noch den Sprung von Platz sechs auf den ersten Platz. Die erst 20-jährige aus Kreuth war am Ende vier Hundertstel schneller als die im ersten Lauf einen Rang besser platzierte Slowenin Tina Maze. Die nach dem ersten Durchgang führende Österreicherin Elisabeth Görgl holte Bronze. Maria Riesch beendete das Rennen auf Rang sechs, Kathrin Hölzl wurde 10.

Whistler, Riesenslalom, Viktoria Rebensburg
Keine Sensation, aber doch eine Überraschung: "Vicky" Rebensburg feiert ihren Olympiasieg.
© picture-allianceZoomansicht

Die ersten Richtzeiten im zweiten Durchgang, der nach einem Nebeleinbruch am Mittwoch auf Donnerstag verschoben worden war, setzte die US-Amerikanerin Julia Mancuso. Die zweimalige Medaillen-Gewinnerin war nach dem Sturz ihrer Landsfrau Lindsey Vonn im ersten Durchgang abgewinkt worden, hatte ihren Start im weiteren Rennverlauf nachholen müssen. Erst Fabienne Suter konnte die Bestzeit der zweimaligen Medaillen-Gewinnerin Mancuso im zweiten Durchgang unterbieten.

Dann kam die Bischofswiesenerin Hölzl, die jedoch um sechs Hunderstel hinter Suter blieb, deren Bestzeit bis zu Rebensburg hielt. Die dreimalige Juniorenweltmeisterin - auf Rang sechs nach dem ersten Durchgang - unterbot die Zeit der Schweizerin allerdings gleich um satte 41 Hundertstel. Danach bissen sich nacheinander sämtliche Favoritinnen die Zähne an der Zeit des "Kükens" im deutschen Damen-Team aus.

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Am nähesten kam Rebensburg noch die Slowenin Maze, die nur ganze vier Hundertstel langsamer als die Deutsche ins Ziel kam. Die folgenden Eva-Maria Brem, Kathrin Zettel (beide Österreich) sowie die auf Tahiti geborene Französin Taina Barioz blieben weit hinter Rebensburg zurück. Erst Görgl machte es noch einmal spannend, musste sich schließlich dennoch mit 14 Hundertstel Rückstand mit Bronze begnügen.

Rebensburg ist die erste deutsche olympische Goldmedaillen-Gewinnerin im Riesenslalom seit Ossi Reichert 1956 in Cortina d'Ampezzo. Einer hatte den Erfolg der Außenseiterin bereits vorausgeahnt, Damen-Cheftrainer Mathias Berthold: "Als ich vor zwei Jahren die Strecke gesehen habe, habe ich sofort an Vicky gedacht", ließ Berthold erst kürzlich verlauten - er sollte recht behalten.

"Es war einfach ein Vorteil für mich, dass ich nicht als Führende ins Finale gegangen bin. Ich war die Jägerin und das war für mich eine perfekte Situation. Ich kann es gar nicht beschreiben. Gold - ein Traum", meinte Rebensburg nach dem Erfolg überglücklich.

25.02.10
 
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