
Mit dem Sieg auf der künftigen Olympiastrecke von Sotschi gewann Höfl-Riesch ihr erstes Abfahrtsrennen in dieser Saison - der erste Triumph in dieser Disziplin seit mehr als einem Jahr. "Ich hatte mir so wenig erwartet, nachdem es im Training nicht so gut lief. Im Ziel konnte ich es gar nicht fassen, dass der Vorsprung so groß war", sagte die 27-Jährige nach ihrem Triumph.
Die Doppel-Olympiasiegerin aus Garmisch-Partenkirchen war gut unterwegs auf dem technisch anspruchsvollen Kurs in Russland. Mit 0,43 Sekunden Vorsprung kam sie bei ihrem 22. Weltcup-Sieg vor Weltmeisterin Elisabeth Görgl aus Österreich ins Ziel, ihre Freundin Lindsey Vonn wurde Dritte. Die US-Amerikanerin sicherte sich aber vorzeitig den Sieg im Abfahrts-Weltcup und führt die Gesamtwertung deutlich an. Viktoria Rebensburg landete auf Rang 20. Lena Dürr und Veronique Hronek konnten nicht starten, weil das Rennen wegen starken Nebels nach 51 Starterinnen abgebrochen, aber regelkonform gewertet wurde.
Bei der Bob-WM in Lake Placid hat Shootingstar Maximilian Arndt Gold vor Augen: Mit Top-Anschieber Kevin Kuske (Potsdam) liegt Arndt nach zwei von insgesamt vier Läufen nur 0,21 Sekunden hinter dem führenden Kanadier Lyndon Rush auf Rang drei. Allerdings liegt die Spitze noch sehr dicht beieinander: Rang zwei (+0,12) belegt der US-Amerikaner Steven Holcomb. Der Schweizer Weltcup-Gesamtsieger Beat Hefti ist Arndt mit nur einer Zehntelsekunde Rückstand dicht auf den Fersen.
Somit muss der Vierer-Europameister auch bei den beiden finalen Durchgängen am Sonntag voll auf Angriff fahren. "Lyndon Rush ist noch in Schlagdistanz. Aber um ihn zu schlagen, muss man schon einen perfekten zweiten Tag erwischen", sagte Thomas Schwab, Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD).
Für Mitfavorit Alexander Subkow war die Mission Titelverteidigung bereits nach dem ersten Lauf beendet. Der Russe wurde wegen Untergewichts seines Schlittens disqualifiziert.
Nach dem Olympiasieg 2010 und der Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft vor einer Woche in Altenberg hat Felix Loch nun auch den letzten großen Titel gewonnen: Der Rodler hat als erster Deutscher seit Georg Hackl den Gesamtweltcup gewonnen. 22 Jahre nach Hackl holte sich der frisch gekürte Weltmeister beim Weltcup in Sigulda auch den Tageserfolg. Damit sicherte sich der 22-Jährige in Lettland schon vor dem Saison-Finale und als vierter deutscher Mann überhaupt den Sieg in der Gesamtwertung. "Ich bin unglaublich stolz. Das ist schon jetzt eine perfekte Saison für mich", sagte Loch. Er setzte sich im lettischen Sigulda vor dem Italiener Armin Zöggeler und Inars Kivlenieks auf seiner Heimbahn durch.
Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk hat ihren Heimvorteil beim ersten Skilanglauf-Weltcup in Polen genutzt und die achtmalige Weltmeisterin Marit Björgen im ewigen Duell der beiden Spitzenläuferinnen düpiert. Einen Tag nach ihrem enttäuschenden Viertelfinal-Aus im Sprint holte sich die "Königin von Polen" mit 36 Sekunden Vorsprung auf Björgen den Sieg im Klassik-Rennen über zehn Kilometer. Kowalczyk übernahm damit das Gelbe Trikot der Gesamtführenden von der Norwegerin Björgen. Ein gutes Ergebnis fuhr die Oberstdorferin Nicole Fessel ein, die als beste Deutsche auf Rang sieben landete. In Katrin Zeller (Oberstdorf) als Elfte und Stefanie Böhler (Ibach) auf Platz 17 schafften es zudem zwei weitere deutsche Läuferinnen unter die Top 20.

Die deutschen Skiflieger verpassten bei der Generalprobe für die Skiflug-WM (23. bis 26. Februar in Vikersund) das Podest deutlich. Der Rastbüchler Severin Freund, der nach dem ersten Durchgang noch auf dem achten Rang landete (201,0 Meter), fiel trotz 204,5 Metern noch um zwei Plätze auf Platz zehn zurück. Er war damit bester Deutscher, Richard Freitag aus Aue landete auf Rang 18 (185,0/199,5). Für eine positive Überraschung sorgte dagegen Andreas Wank aus Oberhof, der an seinem 24. Geburtstag Position 13 erreichte und bei besseren Windverhältnissen im zweiten Durchgang mit 209,5 m eine neue persönliche Bestleistung schaffte.
Tagessieger im letzten Einzelspringen der Team-Tour wurde Martin Koch aus Österreich (218/221,5) vor dem Japaner Daiki Ito (209/209,5) und Simon Ammann aus der Schweiz (204,5/213,5). Die Führung bei der Team-Tour vor dem abschließenden Teamwettbewerb am Sonntag übernahm Österreich von den Norwegern. Deutschland, im letzten Jahr auf Platz drei, liegt hinter dem Drittplatzierten Japan auf Rang vier.
Claudia Pechstein liegt bei der Mehrkampf-WM der Eisschnellläufer in Moskau zur Halbzeit auf Rang sieben. Die fünfmalige Olympiasiegerin lief auf ihrer Spezialstrecke über 3.000 Meter in 4:07,13 Minuten die viertbeste Zeit. Zuvor hatte sie die ungewohnte Sprintstrecke über 500 Meter als 15. beendet. Vor den abschließenden 1.500 und 5.000 Metern am Sonntag hat die Berlinerin in der Vierkampf-Wertung über fünf Sekunden Rückstand auf die führende Titelverteidigerin Ireen Wüst (Niederlande) und damit nur noch eine Minimalchance auf eine Medaille. "Es ging schwer", sagte Pechstein, die nach einem Infekt und einer Wirbelblockierung geschwächt nach Moskau gereist war. Auf Rang zwei liegt nach dem ersten Wettkampftag die Kanadierin Christine Nesbitt vor der Tschechin Martina Sablikova, die über 3.000 Meter in 4:01,80 Minuten am schnellsten unterwegs war.
Eine kleine Chance auf die Verteidigung des Gesamtweltcups hat das bayerische Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt noch. Sie fuhren im Doppelsitzer im lettischen Sigulda auf Rang drei. Die WM-Vierten mussten sich allerdings den österreichischen Weltmeistern Andreas und Wolfgang Linger geschlagen geben, die vor dem Abschlussrennen in Paramanowo 45 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung auf Wendl/Arlt haben. "Wir werden in Russland noch einmal alles rausholen. Den Gesamtweltcup haben wir noch nicht abgehakt", versprach Wendl. Zweite wurden die Italiener Christian Oberstolz und Patrick Gruber. Toni Eggert und Sascha Benecken landeten auf Platz vier und rangieren in der Weltcup-Wertung auf Rang drei.
Die deutschen Kombinierer haben beim Heim-Weltcup in Klingenthal eine ihrer schwächsten Saisonleistungen gezeigt. Fabian Rießle war als Achter bester DSV-Starter. Den Sieg sicherte sich derweil der Japaner Akito Watabe vor Frankreichs Olympiasieger Jason Lamy Chappuis und dem Österreicher Bernhard Gruber. Vizeweltmeister Tino Edelmann war beim Langlauf nur Zuschauer. Wegen zu starken Windes hatte der Thüringer trotz des grünen Lichts der Jury auf einen Sprung verzichtet. Dafür musste der am Freitag noch schwer gestürzte Edelmann die Disqualifikation in Kauf nehmen.
Axel Teichmann und Franz Göring haben bei der Weltcup-Premiere im polnischen Szklarska Poreba die Plätze sieben und acht erkämpft. Bei schwierigen äußeren Bedingungen schaffte Teichmann als Siebter über 15 Kilometer im klassischen Stil sein drittbestes Saison-Resultat. Für Göring aus Zella-Mehlis war Rang acht sogar das beste Ergebnis dieses Winters. Überlegener Tagessieger wurde der Schwede Johan Olsson. Bei seinem dritten Saisonerfolg hatte er 19,3 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Dario Cologna, der damit seine Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Platz drei ging mit 57,5 Sekunden Rückstand an Alexander Legkow (Russland). Tobias Angerer landete auf Platz 24 und bleibt als Zwölfter im Gesamtweltcup bestplatzierter Deutscher.
Felix Neureuther hatte bei seinem ersten Riesenslalom seit Oktober 2011 zwar nichts mit dem Ausgang des Rennens im bulgarischen Bansko zu tun, war aber mit Rang 14 zufrieden. "Ich bin froh, dass ich mal gepunktet habe. Ich denke, dass sich die Entscheidung für den Start ausgezahlt hat", sagte der Partenkirchener. Den Sieg sicherte sich Marcel Hirscher vor dem Italiener Massimiliano Blardone und dem Österreicher Marcel Mathis. Hirscher übernahm damit die Führung in der Slalomwertung und verkürzte den Abstand zum Führenden in der Weltcup-Gesamtwertung, Ivica Kostelic (Kroatien), der wegen einer Verletzung nicht am Start. Enttäuscht zeigte sich Fritz Dopfer (Garmisch) als 20., der in beiden Durchgängen mit starkem Wind zu kämpfen hatte.
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