Ude spielte auf den südkoreanischen Großsponsors Samsung an, dessen Geld das Pendel zu Gunsten Pyeongchangs habe ausschlagen lassen. Deutschland hätte "als Wintersportnation fröhliche, erfolgreiche und nachhaltige Spiele garantiert. Das kann Pyeongchang nicht. Dafür bietet es neue Märkte, das war entscheidend."
Die Vergabe 2018 lasse sich mit der vor vier Jahre nach Sotschi vergleichen, damals seien politische Gründe entscheidend gewesen. Und der Korruptionsskandal beim Fußballweltverband Fifa hätte ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen und "einen Schatten auf die Olympia-Vergabe geworfen". Ude, der die Niederlage in Durban als "verheerend" empfand, "teile den Argwohn gegen die Strukturen der Sportverbände".
Für einen neuen Anlauf sei nunmehr eine volle Übereinstimmung aller Beteiligten unabdingbar, so der Münchner OB im "Merkur". "Wenn einer davon ausschert, geht es nicht."
Bereits am kommenden Mittwoch wird sich das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit den Folgen der Olympia-Entscheidung von Durban befassen. "Wir brauchen erst einmal eine sorgfältige Analyse, bevor zu entscheiden ist, ob es für 2022 eine erneute Münchener Bewerbung geben wird. Dafür haben wir zwei Jahre Zeit", sagte DOSB-Präsident Thomas Bach.
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