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02.10.2009, 18:52

Olympische Spiele erstmals in Südamerika

Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro

Für Rio de Janeiro ist es ein historischer Triumph, für das von US-Präsident Barack Obama vehement unterstützte Chicago eine bittere Schlappe: Die 121. Vollversammlung des Internationalen Komitees hat am Freitagabend in Kopenhagen die Sommerspiele erstmals nach Südamerika vergeben. Chicago war überraschend bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden, Tokio folgte im zweiten. In der entscheidenden Runde setzte sich Rio schließlich mit 66:32 Stimmen gegen Madrid durch.

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Nach der Bekanntgabe der IOC-Entscheidung kannte der Jubel in Rio keine Grenzen.
Nach der Bekanntgabe der IOC-Entscheidung kannte der Jubel in Rio keine Grenzen.
© picture alliance Zoomansicht

Somit darf Brasilien nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 innerhalb von zwei Jahren auch das zweite sportliche Großereignis ausrichten. Als IOC-Präsident Jacques Rogge den Gewinner der Milliardenspiele um 18.50 Uhr proklamierte, wollte der brasilianische Jubel im riesigen Kongresszentrum von Kopenhagen kein Ende finden. An der Copacabana bejubelten vor riesigen Leinwänden mehr als 100.000 Menschen den Erfolg. Vier vergebliche Anläufe der Stadt am Zuckerhut waren vorausgegangen. ´

Dagegen war die Ernüchterung in der US-Metropole groß. Tausende Menschen, die sich schon am Morgen auf dem Daley-Square eingefunden hatten, um dort auf die Nachricht aus Kopenhagen zu warten und zu feiern, reagierten zunächst mit ungläubigem Schweigen, dann mit einem lauten Seufzen. "Unfassbar. Chicago wäre ideal gewesen", sagte A.D. Frazier, einer der leitenden Organisatoren der Olympischen Spiele in Atlanta 1996. Obama hatte zuvor vor dem IOC in einer neunminütigen Rede für seine Heimatstadt geworden: "Die Spiele würden "das beste an Amerika zeigen. Ein weltoffenes Land, in dem sich die Besucher aus aller Welt willkommen fühlen" würden. Doch anscheinend konnte Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva die Delegierten mehr beeindrucken: "Es ist Zeit, das Ungleichgewicht zu beenden. Die Spiele gehören allen Kontinenten", betonte Lula.

Fotostrecke zu den Bewerbern
Wahl der Olympia-Stadt 2016
Milliardenspiel in Kopenhagen
Milliardenspiel in Kopenhagen

Am Freitag entscheidet das IOC über den Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2016.
© picture alliance

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Rio will nun 14 Milliarden Dollar in Infrastruktur und Wettkampfstätten investieren. Sechs Kreuzfahrtschiffe sollen die Hotelknappheit lösen helfen und für 8000 Gäste Platz schaffen. Eröffnungs- und Schlussfeier sollen am 5. Und 21. August im legendären Maracana-Stadion steigen. Lula hat den IOC-Mitgliedern versprochen: "Es werden unvergessliche Spiele. Sie werden Ihre Entscheidung nicht bereuen."

Tokio hatte in seiner Bewerbung die "kompaktesten und nachhaltigsten Spiele der Geschichte" versprochen und zudem mit den Umweltschutzbemühungen geworben. Für Madrid hatte sich der 89 Jahre alte IOC-Ehrenpräsidenten Juan Antonio Samaranch eingesetzt.

02.10.09
 
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