
Allerdings dürfte die Entscheidung auch leicht gefallen sein, da der DHB der einzige Bewerber war. Nach 1965 und 1997 ist es die dritte von insgesamt 23. Weltmeisterschaften der Frauen, die in Deutschland stattfinden wird. Berlin, Leipzig, Wetzlar, Flensburg, Stuttgart und Köln (Finalwochenende) sind vorerst als Spielorte geplant. Die Turniere zuvor werden von Serbien (2013) und Dänemark (2015) ausgerichtet.
"2017 die WM der Frauen auszurichten, ist für uns eine große Ehre, Herausforderung und langfristige Perspektive. Wir freuen uns auf diese Aufgabe", erklärte DHB-Präsident Ulrich Strombach, der den Frauen-Handball voranbringen will: "Wir stellen uns als Gastgeber unserer Verantwortung und wollen mit der Weltmeisterschaft den Frauen-Handball national und international voranbringen."
Allerdings stieß die Entscheidung nicht überall auf Zustimmung. Vor allem aus der heimischen Liga wurden kritische Stimmen laut. "Grundsätzlich ist die Ausrichtung der WM natürlich positiv. Aber bis dahin müssen wir unsere Sportart nach vorne bringen und auch international wieder eine akzeptable Rolle spielen", erklärte Liga-Chef Berndt Dugall: "Nur mit Erfolgen bekommen wir die nötige Aufmerksamkeit."
Nach dem sportlich desolaten Auftritt der Nationalmannschaft, dem Vorrunden-Aus und der damit verpassten Qualifikation für Olympia 2012 in London, endete die WM in Brasilien aus deutscher Sicht damit versöhnlich.
Neben der Frauen-WM wurde auch das Endturnier der Männer für 2017 vergeben. Frankreich erhielt vor dem einzigen Mitbewerber Dänemark den Zuschlag.
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