ARD weist Vorwürfe zurück
Nach BVB-Kritik: DFB hat Verständnis
Klare Worte der Kritik hatten die Verantwortlichen der Dortmunder Borussia nach dem 4:0-Sieg gestern Abend bei Holstein Kiel an den Platzverhältnissen geäußert und Maßnahmen vom Verband gefordert. Der DFB reagierte am Mittag - und zeigt Verständnis für den deutschen Meister. Auch die ARD meldete sich zu Wort - und Robin Dutt.

Die Platzverhältnisse in Kiel machten die richtige Schuhwahl praktisch unmöglich.
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"Wir haben durchaus Verständnis und alle das gemeinsame Interesse, die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen", ließ der Verband über Mediendirektor Ralf Köttker wissen. "Wir nehmen deshalb jedes Argument sehr ernst und befassen uns auch mit der Frage, ob eine Anpassung der Durchführungsbestimmungen sinnvoll wäre."
Anpassung der Durchführungsbestimmungen gleich Rasenheizungspflicht, wie von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gefordert? Dies würde für Amateurvereine im Falle eines weiten Vorrückens im Pokal bedeuten, sich eine Ausweichspielstätte zu suchen.
Zur Seite sprang den Borussen am Mittwoch Robin Dutt. "Es muss erst jemand auf den Kopf fallen, damit sich etwas ändert", sagte der Trainer von Bayer Leverkusen gegenüber der dpa. Dutt könnte ohnehin "nicht verstehen, warum in den Monaten zwischen Mai und August kein Fußball gespielt wird".
ARD: Einfluss ist null Komma null
Derweil hat die ARD, einer der übertragenden Fernsehsender in Kiel, mit Nachdruck Vorwürfe bestritten, sie habe auf einer Austragung des Spiels bestanden. "Unser Einfluss ist null, null Komma null", erklärte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky auf Anfrage. "Der Schiedsrichter stimmt sich nicht mit uns ab, und das völlig zu Recht." 5,79 Millionen Fußballinteressierte hatten das 4:0 des BVB im Ersten gesehen.
Es sei "eine große Mär", dass TV-Sender entscheiden würden "ob irgendwelche Sportveranstaltungen stattfinden", so Balkausky. Zumal die Sender im Falle von Spielabsagen stets Ersatzprogramme bereit halten.