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23.02.2012, 00:07

Hertha: Otto Rehhagel im kicker

"Ich will keine Personality-Show"

Er ist wieder da - und hat einiges zu erzählen: Otto Rehhagel soll Hertha BSC vor dem direkten Wiederabstieg bewahren, der Hype um den Bundesliga-Rückkehrer ist riesig. Wie will der 73-Jährige die "Alte Dame" wieder auf Vordermann bringen? Im großen kicker-Interview erklärt er es - und macht dabei seinem Image als Sprücheklopfer alle Ehre.

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Hertha-Trainer Otto Rehhagel
"Ich trainiere nicht die Medien, sondern die Mannschaft": Otto Rehhagel.

Sein Credo für die Mission Klassenerhalt: "Disziplin ist alles", das gelte nicht nur auf dem Spielfeld. "Wenn man jung ist, hat man die ganze Geschichte noch nicht so hundertprozentig durchschaut", weiß Rehhagel, "aber dazu bin ich ja da." (Otto Rehhagel: Seine besten Sprüche)

Zu großen Respekt vor seiner Person gelte es aber zu vermeiden. In Rehhagels Worten: "Ich will keine Ehrfurcht, ich will den Klassenerhalt." Helfen soll dabei, na klar, seine Erfahrung aus 1021 Bundesligaspielen (820 als Trainer, 201 als Spieler). "Ich habe eine Schatztruhe an Erfahrung", sagt Rehhagel, "da dürfen die Spieler reingreifen."

Disziplin, Erfahrung - worauf setzt "König Otto" noch in Berlin? Auf ein festes Spielsystem nicht unbedingt: "Fußball ist immer situationsbedingt", findet Rehhagel, die Frage, ob auch er auf ein 4-2-3-1 setzen werde, schmettert er ab: "Ihr übertreibt es mit eurem System-Fanatismus!"

Ich muss nicht in der Zeitung stehen, mich kennt sowieso jeder. Otto Rehhagel

Seine Einschätzung: "Frank Wormuth spricht ganz gern von einer pendelnden Viererkette. Ich sag' Ihnen was: Die Viererkette kann pendeln und richtig hoch stehen. Aber wenn der Gegner den Ball in die Nahtstelle, wie es so schön neudeutsch heißt, spielt und du am Ende 1:3 verlierst, schaut dich deine Frau abends zu Hause trotzdem schief an."

Auch solche Sprüche sind es, die die Medienvertreter in Scharen zu Rehhagels offizieller Vorstellung am Sonntag und seinem ersten Training am Dienstag lockten. Doch der Trainerfuchs stellt klar: "Ich will keine Personality-Show. Ich muss nicht in der Zeitung stehen, mich kennt sowieso jeder. Ich trainiere nicht die Medien, sondern die Mannschaft."

Im Sommer ist bei Hertha Schluss

Wie lange, steht seiner Meinung nach fest: Im Sommer sei Schluss als Hertha-Coach, "so ist es besprochen". Und wenn man ihn um eine Fortsetzung des Engagements bitten würde? "Ach", meint Rehhagel, "auf dieses Spiel lasse ich mich nicht ein. Vielleicht hat der Klub längst ganz andere Vorstellungen für den Sommer."

Zutrauen würde er sich einen Bundesliga-Job jedenfalls ganz offensichtlich auch noch im höheren Alter. Denn was sich elfeinhalb Jahre nach seinem letzten Vereinsjob verändert hat, erklärt Rehhagel in einem Wort: "Nix."


Otto Rehhagel über sein Alter, die heutige Spielergeneration - und die Doktorarbeit seines Sohnes: Lesen Sie das komplette Exklusiv-Interview in der Donnerstagsausgabe des kicker.

Viel zu jung, um aufzuhören
Die Altersrekorde der Promis
Über ihn wird hitzig diskutiert: Otto Rehhagel. Alles dreht sich um sein Alter. Bei seiner Rückkehr als Trainer wird er am Samstag 73 Jahre und 200 Tage alt sein. Das reicht derzeit aber nur für Platz 2 in der Altersrangliste.
Zu alt für die Bundesliga?

Über ihn wird hitzig diskutiert: Otto Rehhagel. Alles dreht sich um sein Alter. Bei seiner Rückkehr als Trainer wird er am Samstag 73 Jahre und 200 Tage alt sein. Das reicht derzeit aber nur für Platz 2 in der Altersrangliste.
© imago

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23.02.12
 
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weitere Infos zu Rehhagel

Vorname:Otto
Nachname:Rehhagel
Nation: Deutschland
Verein:Hertha BSC

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Vereinsdaten

Vereinsname:Hertha BSC
Gründungsdatum:25.07.1892
Mitglieder:25.000 (Stand 30.06.2011)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Hanns-Braun-Straße, Friesenhaus II
14053 Berlin
Telefon: (0 30) 30 09 28 0
Telefax: (0 30) 30 09 28 99
Internet:http://www.herthabsc.de

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